Freiheit Deines Selbst - Liebe Dich, wie Du bist


Wenn das Leben nicht so läuft, wie Du es Dir vorgestellt hast, fühlst Du dich wahrscheinlich

  • enttäuscht,

  • im Zwiespalt

  • ungenügend

  • unperfekt

  • irgendwie unvollständig oder

  • hilflos.

Meistens können wir uns gar nicht erklären, woher das kommt. Warum wir manchmal so anders sind, anders denken, fühlen oder handeln, als wir es von uns „normalerweise“ kennen.


Ganz typische Aussagen und Gedanken sind zum Beispiel:

  • „Einerseits möchte ich das tun, aber andererseits kann ich mich nicht dazu aufraffen.“

  • „Ich wollte ja, aber es ging einfach nicht.“

  • „Ich weiß, dass ich das nicht tun sollte, aber ich konnte nicht anders.“

  • „Eigentlich kann ich das wirklich gut, aber ich hatte in diesem Moment Angst, einen Fehler zu machen und war ganz unsicher.“

  • „In manchen Situationen bin ich total schüchtern, obwohl ich normalerweise wirklich total kommunikativ und angstfrei bin.“

Woher kommt das?

Das hängt mit unseren inneren Persönlichkeitsanteilen, unbewussten Anteilen, Aspekten oder Teilpersönlichkeiten zusammen.


Sigmund Freud beschrieb bereits die Existenz von Es, Ich und Über-Ich in jedem von uns. Verschiedene Psychotherapiemethoden, wie der Hypnotherapie nach Milton H. Erickson, der Gestalttherapie nach Fritz Pearls und der Familientherapie von Virginia Satirs erweiterten diese Grundannahme. Auch im NLP schloss man sich dieser Auffassung an.


Diese Persönlichkeitsaspekte sind Bestandteil unseres inneren Systems, unseres Daseins.


Sie existieren, agieren und lenken uns, ohne dass uns dies als solches bewusst ist. ALLE unsere Persönlichkeitsanteile sind im Laufe unseres Lebens entstanden, um uns zu schützen oder zu unterstützen – auf ihre ganz individuelle Art und Weise.


Das bedeutet nicht, dass die Art und Weise – ihre Strategie im Hier und Jetzt immer hilfreich für uns ist bzw. mit unserem Bewusstsein in Einklang sind.


Sie existieren im Unterbewusstsein, sind miteinander kooperativ oder im Konflikt oder sich ihrer gegenseitigen Existenz manchmal auch gar nicht bewusst.


Jeder kennt die verschiedenen inneren Stimmen, wie die

  • des inneren Kritikers/Richters, der stets prüft, ob das, was wir tun, wirklich gut genug ist.

  • des inneren Zweiflers, der infrage stellt, ob wir wirklich die richtige Entscheidung treffen,

  • des inneren Kindes, das uns kindlich verhalten lässt, z.B. wenn wir uns „erwischt“ fühlen, ohne etwas Verbotenes getan zu haben.

  • des Liebenden, Freudigen, Wütenden, Ärgerlichen, Traurigen, der Scham usw.

Diese Stimmen gehören, neben weiteren, zu unseren inneren Persönlichkeitsanteilen, die sich mal lauter, mal leiser als Gedanken und Gefühle in uns zu Wort melden. Dabei gibt es reife und unreife Anteile, bewusste und unbewusste Anteile.


Sind diese nicht integriert oder widerstreben sich sogar, fühlst du Dich „zerrissen“ oder „fremdbestimmt“.


Vereinfacht zusammengefasst: Du, als Person bist umso mehr GANZ du selbst und umso glücklicher, je harmonischer Deine unterbewussten Teilaspekte von Dir miteinander harmonieren.



Eine weitere Herausforderung, die unserer SELBSTliebe im Weg steht...


Es gibt auch Phasen im Leben, da hält ein bestimmter Zustand, z.B. Unzufriedenheit, Traurigkeit, Ängstlichkeit, Antriebslosigkeit, usw. an. Wir neigen dann dazu, unser ganzes SEIN auf diesen Aspekt zu reduzieren, weil wir unser inneres System, uns selbst nicht verstehen. So, kannst Du Dich schlecht voll und ganz annehmen und in Deiner Ganzheit lieben.


Verleugnen wir beispielsweise unseren eigenen wütenden Anteil merken wir dies daran, dass wir wütende Menschen abwerten. Gleiches ist der Fall, wenn wir unseren kindlichen Anteil nicht anerkennen, treiben uns Erwachsene, die sich kindlich verhalten, innerlich zur Weißglut. Wenn wir bestimmte Wesenszüge oder persönliche Anteile von uns versuchen wegzusperren, bedeutet das nicht, dass sie nicht mehr da sind oder inaktiv sind. Im Gegenteil: Es verstärkt ihr Handeln.


Eine kleine Übung, die Aufschluss gibt...


Notiere alle Antworten zu folgenden Fragen

  1. Welche Eigenschaften magst Du an Dir?

  2. Welche Eigenschaften schätzt Du an anderen?

  3. Welche Eigenschaften magst Du an Dir nicht?

  4. Welche Eigenschaften magst Du an anderen Menschen nicht?

Welche dieser Eigenschaften trägst Du selbst in Dir bzw. vor welchen dieser Eigenschaften fürchtest Du Dich?


Es geht hier um die liebevolle Integration all unserer Aspekte, die, die wir schätzen und die, die wir nicht haben wollen. Notiere alle Aspekte!


Was in Liebe ist, ist in Frieden, Wohlwollen, Wertschätzung, Anerkennung und Zuneigung.

Genau das ist das Ziel! Mit einem liebevollen Blick auf unser Inneres zu schauen, um uns in Balance zu bringen.


Schau Dir die Liste mit den notierten Eigenschaften von Dir und anderen an.

Gehe jede Notiz einzeln durch und überlege einmal genau: In welcher Situation in Deinem Leben war diese Eigenschaft einmal sinnvoll oder hilfreich für Dich? (Gehe dabei bis in Deine Kindheit zurück. )


Fällt dir wirklich nichts ein, dann markiere diesen Anteil, stelle dir die Gedanken dazu vor, fühle dich hinein, um mit ihm in Verbindung zu kommen. Wenn es dir allein nicht gelingt, dann übe an den Menschen, an denen diese Eigenschaft Dich stört... Versuche, diese Eigenschaft nur wahrzunehmen, ohne sie abzuwerten! (Denke daran, du trägst sie ebenso in dir.) Findest Du einen Umgang mit diesen Aspekten bei anderen Menschen, dann nimmst Du diese auch nach und nach von Dir an!



Das Ziel ist, für wirklich JEDEN Anteil einen wertschätzende und bedingungslos liebende Beziehung herzustellen. Ohne zu bewerten. Wahrnehmen und Annehmen. Was braucht dieser Anteil, um mit Dir zusammen, statt gegen Dich zu arbeiten? Erkenne ihn an, nimm ihn an. Wertschätze sein Dasein. Denn er ist irgendwann gekommen, um für Dich da zu sein und Dir zu helfen.


Alle Aspekte gehören zu dir und nur durch sie bist du ein Ganzes. Liebe auch die Wut, die Angst, die Scham, der Traurigkeit usw. ebenso, wie die Liebe, die Freude, die Neugierde.


Alles gehört zu Dir, sei achtungsvoll und wertschätzend mit jedem Aspekt Deiner selbst.


Gehe noch einmal Deine Liste durch...

  • Was zeigt sich beim Lesen in Dir?

  • Was fühlst Du, was immst Du jetzt gerade wahr? (Alles darf sich zeigen, was sich zeigen möchte. Nimm es an! Es ist richtig. Begrüße es. Bejahe es, nimm es wahr, erkenne es an. – Verdränge es nicht, so wie du es gewohnheitsmäßig getan hast.)

  • Wende Dich diesem Aspekt innerlich aufrichtig zu.

  • Wie würde dieser Aspekt Dir begegnen, wenn er eine Person wäre?

  • Wie würdest Du mit ihm sprechen?

  • Was würdest Du ihm sagen oder ihn fragen, um ihn zu verstehen und kennenzulernen?

  • Welche Bedürfnisse, Gedanken und Gefühle hat dieser innere Anteil?

  • In welchen Situationen war er doch einmal hilfreich für Dich?

  • Wie könnt ihr miteinander in wohlwollendem liebevollen Miteinander sein? Erwartungs- und Bedingungslos.

Noch eine weitere kleine Übung...


Was tust Du gern?

  1. Wobei fühlst Du Dich richtig wohl?

  2. Wobei kannst Du loslassen, abschalten und entspannen?

  3. Was riechst Du gerne?

  4. Was schmeckst Du gerne?

  5. Was hörst Du gerne?

  6. Was spürst Du gerne?

Notiere Dir die Wohlfühl-Dinge und tue sie!


Nimm Dir jeden Tag eine Sache von dieser Liste und gönne sie Dir!



Verwöhne Dich! Beschenke Dich! Liebe Dich! Du bist der wichtigste Mensch in Deinem Leben!


Erkenne Dich selbst. - Verstehe Dich selbst. - Nimm Dich an. - Sei gut zu Dir! - Dann kann Liebe wachsen!



Diese Übungen verändern bei einmaliger Durchführung natürlich nicht die Muster und Angewohnheiten, die Du Dir Dein Leben lang antrainiert hast. Dennoch sind sie der Weg in die richtige Richtung - zu Dir!


Wenn Du allein nicht weiterkommst, nutze die Möglichkeit zum Beispiel über Hypnose in Kontakt mit Deinen inneren Anteilen zu kommen! Ego-State-Therapie, Teilearbeit, Systemische Therapie mit inneren Anteilen und Schematherapie werden Dir in jedem Fall dabei helfen, Dein inneres System in Balance zu bringen. Auch angeleitete Meditationen, z.B. zum inneren Kind, unterstützen diesen Prozess!


Werde GANZ bewusst DU!



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